Kreativität als Werkzeug
Wenn von Kreativität in der Softwareentwicklung gesprochen wird, denken viele an neue Technologien, ausgefallene Architekturen oder „clevere Tricks“. Für mich bedeutet Kreativität etwas anderes: bekannte Werkzeuge so zu kombinieren, dass Probleme einfacher gelöst werden.
Oft gehe ich dafür bewusst ein oder zwei Schritte zurück. Ich hinterfrage Annahmen, schaue auf den Kontext und suche nach dem einfachsten tragfähigen Modell – bevor ich mit Implementation Komplexität festschreibe.
Woran man diese Art von Kreativität erkennt
Komplexität nimmt ab
Die Lösung hat weniger Sonderfälle, weniger Schichten und weniger „magische“ Regeln als vorher.
Die Lösung ist erklärbar
Sie ist nicht nur clever, sondern nachvollziehbar – auch für Menschen, die später übernehmen.
Sie nutzt den Kontext
Die Lösung ist passend für Domäne, Team, Betrieb und Änderungsdruck – nicht nur theoretisch „schön“.
Kreativität ist für mich kein Selbstzweck. Sie ist ein Werkzeug, um aus komplexen Situationen einfache, tragfähige Systeme zu bauen.